Wohin soll die Reise des Ubuntu Software Centers gehen?

Software Center History-Funktion
Software Center History-Funktion

Das Ubuntu Software Center, in seiner jetzigen Version, ist auf nodch.de nicht gut weggekommen, um ehrlich zu sein. Die Kommentare pendeln von überflüssig, zu unübersichtlich bis hin zu blockierend.

Was soll man also mit dem Software Center anfangen? Im Moment am besten meiden!

Schauen wir uns jedoch die Roadmap an, könnte das Software Center für den Einen oder Anderen eventuell interessanter werden. Hangeln wir uns Schritt für Schritt heran.

Das Software Center verfolgt einen 4 Stufen-Plan und befindet sich im Moment in Entwicklungsstufe 1 von 4. Bis zum April 2011 soll das Software Center seine angedachte Finale Version erreicht haben und sich in der Zwischenzeit mit den kommenden Ubuntu Releasen weiterentwickeln. Stufe 2 von 4 werden wir schon in der kommenden Version 10.04 sehen können.

  • Für Lucid ist die Einführung eines Bewertungssystemes angeplant, wie man es aus vielen anderen Software/App Stores kennt. Benutzer können Bewertungen die für eine Anwendung abgegeben wurden einsehen und eigene Bewertungen verfassen, die soll der besseren Beurteilung der entsprechenden Anwendung beitragen.

Bewertungssystem (Entwurf)
Bewertungssystem (Entwurf)
  • Ebenfalls schon für Lucid geplant ist der vollständige Ersatz von Synaptic als Paketverwaltung (keine Sorge, Ubuntu bleibt Ubuntu und man kann sich natürlich Synaptic wieder installieren!). Um Synaptic ersetzen zu können soll eine neue Kategorie im Software Center hinzukommen, damit man alle Pakete finden kann, die keine Anwendungen im klassischen Sinne sind.
  • Neben kosmetischen Änderungen und weiteren Kategorien sowie Unterkategorien, um die Software besser zu sortieren soll es eine History-Funktion geben. Mittels dieser Funktion soll der Benutzer eine Übersicht darüber erlangen wann Anwendungen installiert, deinstalliert oder geupdatet wurden.

In den weiteren Schritten für die kommenden Ubuntuversionen stehen ebenfalls bereits erste Vorstellungen fest, so soll Ubuntu 10.10 erstmals die Möglichkeit bieten Software über das Software Center kaufen zu können, sowie die eine einfache Verwaltung von PPAs im Software Center bieten. Hätte zwar der aktuellen Version schon gut gestanden, aber PPAs sind seit Karmic ohnehin recht einfach hinzuzufügen.

Im finalen Schritt, vorgesehen für Ubuntu 11.04 wird eine soziale Komponente angeplant, so soll die Softwaresuche Suchergebnisse liefern können, auf Basis der Anwendungen, die „Freunde“ installiert haben. Eine Verwaltung der installierten Lizenzen, mit kosten und Laufzeiten, sowie die Möglichkeit Anwendungen zur Installation auf mehreren PCs herunterzuladen, runden die Zukunftsvision ab.

Ich bin gespannt wie ihr zu Canonicals Zukunftsplänen bezüglich des Software Centers steht.

via (webupd8 & Ubuntu wiki)

Mit Gnome Do schneller arbeiten

Gnome Do
Gnome Do

Wer wartet oder fummelt sich gerne durch Menüs? Mit der Anzahl der installierten Anwendungen steigt die Unübersichtlichkeit gleichermassen an. Abhilfe schaffen Schnellstarter, das Betriebssystem ist bei diesem Problem vollkommen egal, denn egal ob Windows, MacOS oder Linux, irgendwann hat man sein System so voll geladen, dass man sich durch die Menüs klickt, um eine Anwendung zu starten.

Caschy hat sich schon zu Launchy und Blaze unter Windows geäussert, ich möchte an dieser Stelle Gnome Do vorstellen, meinen täglichen Wegbegleiter unter Ubuntu.

Mit Gnome Do wird das Starten von Anwendung zum rasanten Unterfangen. Optisch an MacOS‘ Quicksilver angelehnt, kann Gnome Do wesentlich mehr als nur Anwendungen zu starten. Durch die umfangreiche Plugin-Auswahl sind dank Gnome Do in Windeseile Kurznachrichten an die passenden Empfänger geschrieben (Pidgin Plugin), Mails verfasst (Thunderbird Plugin), Webseiten gestartet (Firefox Plugin), Ordner geöffnet, Lieder gestartet, virtuelle Maschinen gebootet (Virtualbox Plugin) und so Vieles mehr.

Man gewöhnt sich sehr schnell an einen solchen Schnellstarter und will ihn daraufhin nicht mehr vermissen, wie sehr man sich daran gewöhnt hat, wird einem beim Wechsel auf einen System ohne Schnellstarter schmerzlich bewusst.

Gnome Do ist in den Ubuntu Paketquellen vorhanden und über die Webseite von Gnome Do für viele andere Distributionen ebenfalls erhältlich.

Automatischer Ubuntu Reinstall

Es kann vorkommen, dass bei einem Upgrade des Systems etwas schief geht, eventuell sind Abhängigkeiten der System-Pakete nicht mehr erfüllt.

Nun geht sie los, die Fehlersuche.

sudo dpkg-reconfigure -phigh -a

Dieser bewirkt, dass alle Distributionspakete neu konfiguriert werden. Also probiert zuerst diesen Befehl aus, bevor ihr bei einem missglückten Upgrade entmutigt aufgebt und euch mit einer Neuinstallation abfindet.

sudo apt-get -f install

Hilft bei noch fehlenden Abhängigkeiten im Anschluss.

Quelle: aldeby.org

apt-fast und Axel beschleunigen apt-get

apt-fast ist ein kleine Shellskript welches die Funktionen des Axel Download Beschleunigers zu nutze macht. Axel ist ein kleines Kommandozeilen Programm zur Beschleunigung von HTTP und FTP Downloads. In Verbindung mit dem apt-fast Shellskript beschleunigt es die durch apt-get Operationen ausgeführten Downloads spürbar.

Axel nutzt ein einfaches Prinzip und lädt Dateien nicht nur über eine Quellen, sondern über mehrere parallel. Häufig bieten Downloadserver nur eine gewisse maximale Bandbreite pro Verbindung, Axel bündelt mehrere Verbindungen und erreicht somit höhere Geschwindigkeiten.

Das apt-fast Shellskript von Matt Parnell bedient sich dieser Funktionen von Axel und wendet sie auf apt-get Befehle aus. Somit können alle apt-get install, apt-get update und apt-get upgrade von der erhöhten Geschwindigkeit profitieren.

Um in den Genuss der Geschwindigkeitsvorteile zu kommen benötigt man zuerst Axel:

 sudo apt-get install axel 

Anschliessend erstellt man eine leere Datei mit dem Namen apt-fast und füllt sie mit folgendem Inhalt:

Den entsprechenden Key für Apt gibt es nach Eingabe von:

 #!/bin/sh
#apt-fast by Matt Parnell http://www.mattparnell.com , this thing is FOSS
#please feel free to suggest improvments to [email protected]
# Use this just like apt-get for faster package downloading. Make sure to have axel installed

#If the first user entered variable string contains apt-get, and the second string entered is either install or dist-upgrade
if echo "$1" | grep -q "[upgrade]" || echo "$2" | grep -q "[install]" || echo "$2" | grep -q "[dist-upgrade]"; then
 echo "Working...";

 #Go into the directory apt-get normally puts downloaded packages
 cd /var/cache/apt/archives/;

 #Have apt-get print the information, including the URI's to the packages
 apt-get -y --print-uris $1 $2 $3 $4 > debs.list;

 #Strip out the URI's, and download the packages with Axel for speediness
 egrep -o -e "(ht|f)tp://[^\']+" debs.list | xargs -l1 axel -a;

 #Perform the user's reqested action via apt-get
 apt-get -y $1 $2 $3 $4;

 echo "Done! Make sure and check to see that the packages all were installed properly. If a package is erred, run sudo apt-get autoclean and try installing it again without the use of this script.";

elif echo "$1" | grep -q "[*]"; then
 apt-get $1;
else
 echo "Sorry, but you appear to be entering invalid options. You must use apt-get and one of apt-get's options in order to use this script.";
fi 

Mit „chmod +x apt-fast“ wird das Skript ausführbar geschaltet, idealerweise sollte man es nun noch nach /usr/bin verschieben, damit ist es von überall aus aufrufbar. Nun kann man alle Download-Operationen, die man zuvor mit apt-get ausgeführt hat, durch apt-fast ersetzen. Das betrifft „install“, „update“ und „upgrade“.

Das apt-fast Shellskript funktioniert auf allen Linuxdistributionen die apt zur Paketverwaltung nutzen, also Debian, Ubunut und Derivaten.

OpenShot Videoschnittprogramm für Linux

OpenShot Effekte
OpenShot Effekte

OpenShot ist ein auf FFmpeg aufsetzendes Videoschnittprogramm für Linux. Der Fokus wird hier auf die einfache Benutzung und die nahtlose Integration in Gnome (Support für Drag&Drop) gelegt. OpenShot unterstützt alle von FFmpeg unterstützten Codecs und weiss mit seiner einfachen Oberfläche zu gefallen.

Videos, Effekte und Audiofiles werden einfach in die Timeline gezogen und können flexibel angepasst, sowie mit Effekten versehen werden. Die Timeline selbst ist ebenfalls recht flexibel und lässt sich frei vergrössern oder verkleinern. OpenShot unterstützt wie kdenlive mehrere Spuren und ist generell recht ähnlich aufgebaut, allerdings noch ein bisschen einfacher gehalten, was die Funktionen und die Oberfläche an sich angeht.

Ich habe mir OpenShot parallel zu meinem favorisierten kdenlive auf mein System installiert und werde es weiterhin beobachten. Das Projekt hat in recht kurzer Zeit grosse Fortschritte gemacht und ist für viele Anwendungsfälle ein interessanter Kandidat, den es im Auge zu halten gilt.

Auf der OpenShot Webseite stehen die Pakete für Ubuntu 8.04 bis 9.10 zum Download zur Verfügung.

Für Ubuntu 9.04 und 9.10 gibt es PPA Quellen:

Den entsprechenden Key für Apt gibt es nach Eingabe von:

 sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys B9BA26FA

Da OpenShot eine speziell angepasst FFmpeg Version nutzt kann es zu Problemen mit VLC und Totem kommen. Die angepasst Version wird nur installiert, sofern man OpenShot über die PPA Quellen bezogen hat. Um Probleme zu vermeiden bietet sich die Installation mittels der DEB-Pakete an!

Ubuntu Blog Client: Blogilo (Bilbo)

Blogilo WYSIWYG Ansicht
Blogilo WYSIWYG Ansicht

Betreibt man ein Weblog ist man es gewohnt, die Administration über die durch das vom Blog zur Verfügung gestelle Weboberfläche durchzuführen. Artikel lokal zu schreiben und sie zu einem späteren Zeitpunkt ins Blog zu übertragen ist somit allerdings nicht so einfach. Man kann die Texte vorbereiten und sie mit der nächsten Onlineverbindung in einen Artikel einfügen, Bilder hochladen und optisch ausrichten.

Will man den Artikel vom Design jedoch schon fertig layouten, dann kommt man nicht um eine entsprechende Blogsoftware herum, mit dieser kann man all dies lokal machen und den Artikel speichern, sowie zu einem späteren Zeitpunkt ins Blog hochladen.

Zu diesem Zwecke habe ich mir ein paar unter Ubuntu verfügbare Blog Clients angeschaut (unter anderem Drivel, kblogger, lekhonee) und bin an Blogilo (vormals Bilbo) hängen geblieben. Blogilo, in den Quellen noch als bilbo enthalten, ist eine in qt4 geschriebener Blog Client. Blogilo musste sich aus lizenzrechtlichen Gründen umbennen, nachdem sie einen freundlichen Brief bezüglich den geschützten Namens Bilbo bekamen. Tolkiens Erben und Rechteverwalter sind nicht für ihre Flexibilität bekannt. Das Projekt wird daher nun unter dem Namen Blogilo fortgeführt.

Die letzte Version gastiert noch unter dem alten Namen und ist in Versionsnummer 1.0 erhältlich. Die Aufnahme in KDE ist schon beschlossen, so wird Blogilo kblogger ersetzen und in Zukunft durch KDE PIM in KDE integriert und ab der nächsten Release Version mit KDE ausgeliefert werden.

Zur Installation von Blogilo unter Ubuntu reicht ein einfacher Aufruf von:

sudo apt-get install bilbo

Danach findet sich Blogilo unter den Internetandwendungen im Menü. Sollte das qt-Theme nicht gefallen kann man den Startaufruf um ein -style gtk+ ergänzen und Blogilo fügt sich der Gnome Optik.

Blogilo bietet beinahe alles, was man sich von einem Blog Client wünscht. Kategorien und Tags können dem Post zugewiesen werden, wobei man neue Kategorien bisher noch nicht anlegen kann, in der nächsten Version soll dies ebenfalls möglich sein.

Blogilo Preview im Blogdesign
Blogilo Preview im Blogdesign

Blogilo bietet drei Hauptansichten zur Bearbeitung und Ansicht. Ein klassischer WYSIWYG- sowie HTML-Editor stehen zur Bearbeitung von Blogposts zur Verfügung, darüber hinaus bietet Blogilo einen Preview Mode. Dieser bietet sofern vom Blog unterstütz eine Vorschau direkt im Blogdesign.

Die Toolbox an der rechten Seite zeigt die letzten 20 Blogeinträge an und gibt diese zur Bearbeitung frei. Zusätzlich können die Kategorien und Tags des Eintrags bearbeitet werden, sowie einige Einstellungen zum Post, wie Zeitpunkt der Veröffentlichung und ob man Kommentare oder Trackbacks erlauben möchte. Abgerundet wird die Toolbox mit einer Auflistung aller lokalen Beiträge, also Texten die man noch nicht ins Blog publiziert hat.

Sofern durch die API unterstützt, können Bilder direkt ins Blog hochgeladen werden.

Blogilo unterstützt Blogger1.0, MetaWeblog, MovableType (Alle durch WordPress supportet), sowie Googles GData (wie sie auf Blogspot.com Blogs genutzt wird) APIs.

Hier geht es zur Blogilo Projektwebseite.

Virenschutz unter Linux?!?

TuxDer langjährige Windowsnutzer legt sein tägliches Augenmerk auf den Virenschutz und ist stets bedacht, das Programm eines Herstellers einzusetzen, welchem man die Kompetenz zuspricht dies besonders gut zu tun. Wechselt dieser Windowsnutzer nun auf Linux erwartet ihn eine andere Welt. Nach einem Wechsel auf Linux, werde ich von den wechselnden Leuten oft gefragt, ob Hersteller XY (durch den vorher unter Windows benutzen Softwareanbieter ersetzen), für Linux auch eine Version anbieten würde und die Reaktion auf die Antwort, dass man darauf eigentlich getrost verzichten kann, ist fast immer Ungläubigkeit.

Um dies zu verstehen muss man sich die Verbreitungstechnik von Viren genauer anshen: Meist wird der schadhafte Code über E-Mails, Chats, Downloads und weitere, selbst angestossene, Anwendungsarten auf den PC gelangen. Die Virenschreiber spielen hier bewusst mit der häufigen Unwissenheit der Anwendung, so werden ausführbare Dateien, die aus vermeintlich sicherer Quelle zu kommen scheinen, wie einem Kontakt aus dem Adressbuch, gerne geöffnet. Häufig reicht es auch schon aus den schadhaften Code so zu benennen dass er für den Anwender lohnend erscheint. Ist der Code einmal ausgeführt ist das eigene System infiziert und der Virus/Wurm kann sich aufmachen weitere PCs des Netzwerkes zu befallen. Möglich ist dies durch die Rechtestruktur, oder den Mangel einer Solchen, unter Windows.

Unter Linux ist das Rechtesystem ein Mehrstufiges: Dateien können lesbar sein, schreibbar, oder ausführbar und dies für den Root-Benutzer, den angemeldeten Benutzer und den Rest der Welt. Damit ein ein Code das gesamte System befallen kann, muss es Root-Rechte besitzen und dazu muss es explizit berechtigt werden, durch den Anwender. Dateien die man über die oben genannten Wege aus dem Internet bezieht, sind unter Linux nicht ausführbar, man muss diese Möglichkeit erst erlauben. Somit ist man auf einer relativ sicheren Seite und kann auf den Virenschutz verzichten.

Stimmt das uneingeschränkt?

Bedingt! Nutz man den PC privat und versendet selten Anhänge, oder der Anbieter über den man seine Mails versendet setzt einen Virusscan ein, kann man gerne auf den lokalen Schutz verzichten, die Gefahr jemanden etwas Böses zu tun ist gering.

Genau darum geht es nämlich, jemanden etwas Böses zu tun. Der eigene Arbeitsplatz ist dank Linux immun gegen den schadhaften Code, bemerkt allerdings auch nicht ob eine heruntergeladene Datei infiziert ist. Schickt man diese nun an einen Windowsbenutzer weiter, kann es natürlich schnell unangenehme Folgen haben – für den empfangenden Windows PC. Selbiges gilt natürlich auch für Fileserver, die unter Linux laufen und in einem gemischen Umfeld betrieben werden.

Das ist ein Gedankengang den man in Betracht ziehen sollte. Gerade im gewerblichen Umfeld wird man bei einem versendeten Virus/Wurm schnell haftbar gemacht, denn man hat dafür Sorge zu tragen dass die versendeten Dateien nach bestem Gewissen geprüft sind. Schnell stellt sich unter Linux eine Mentalität der Unangreifbarkeit ein, zumindest was schadhaften Code im klassischen Sinne betrifft. Man denkt nicht mehr an Windowsnutzer, die aktuell jedoch den Grossteil der Nutzerschaft ausmachen.

Man barucht hier keinen grossartigen Virenschutz mit Real-Time Scanner, wie man sie als Werbebotschaften der Hersteller häufig angepriesen bekommt, es reicht ein Scanner, mit dem man schnell eine Datei vor dem Versand überprüfen kann. Sollte der Mailanbieter einen Virenschutz anbieten, reicht dies wahrscheinlich rechtlich auch schon aus. Ganz ohne Überprüfung sehe ich in naher Zukunft allerdings häufiger rechtliche Probleme auftauchen, denn man übergeht wissentlich seine „Sorgfaltspflicht“.

Wie steht ihr dazu? Eure Meinung zum Thema Virenschutz unter Linux interessiert mich.

Google Wave Client als Adobe AIR Applikation

Waver Google Wave Client
Waver Google Wave Client

Googles Webdienst Wave, zur Online Kommunikation, befindet sich aktuell in der Preview Phase. Von der Benutzbarkeit her gesehen ist das irgendetwas zwischen eine Alpha- und Beta-Version.

Nachdem mit Waveboard ein Client für OSX erschienen ist, möchte ich an dieser Stelle Waver vorstellen, eine Adobe AIR Applikation, die einen rudimentären Google Wave Client für alle von AIR unterstützten Systeme zur Verfügung stellt. Somit ist es möglich Waver neben OSX auch unter Linux und Windows zu betreiben.

Waver bietet den Look der mobilen Wave Webansicht und beschränkt sich daher auf eine 1-Spalten Anzeige, um zu sehen in welcher Wave etwas Neues passiert, ist dies vollkommen ausreichend. Man kan jederzeit zwischen den Waves der Inbox und seinen Kontakten wechseln, sowie Waves bearbeiten und neu erstellen.

Ich weiss nicht ob es eine Eigenart von Waver unter Linux ist, aber ich kann nicht scrollen, das heisst in den Kontakten sehe ich die ersten 10 und bei den Waves die aktuellsten 15 Einträge. Da sich die Version aber noch im Anfangsstadium befindet darf man hoffen, dass sich das noch löst, denn innerhalb einer Wave kann ich bis zum letzten Eintrag scrollen, so wie es sein sollte.

HowTo: Ubuntu Server SSH Zugang mit OTP absichern

Opiekey auf Android
Opiekey auf Android

Dienste die mit geöffneten Ports im Internet laufen sollten abgesichert werden. Sehr wichtig ist hier vor allem der SSH Dienst, denn dieser erlaubt einen direkten Zugriff auf das System, sofern man die Benutzer/Passwort Kombination weiss. Es gibt verschiedenste Wege SSH abzusichern, die gängigen wurden von Patrick schon zusammengefasst. Ich möchte daher eine Absicherung vorstellen, die darüber hinaus geht.

Man kann SSH mittels OTP (One-time passwords, also Einmalpasswörtern) absichern, dies bietet eine sehr grosse Sicherheit gegenüber Angreifern und schützt parallel auch vor Keyloggern auf unsicheren PCs, denn das Passwort wird nach Benutzung ungültig. Hierzu wird eine Server/Client-Struktur geschaffen, man benötigt auf dem Server, auf den man zugreifen will, einen Serverdienst und einen Client am zugreifenden PC. In Zeiten von Smartphones lässt sich das sogar über geeignete Software auf dem Smartphone lösen. Somit braucht man auf dem zugreifenden PC keinen Client und kann von überall zugreifen, sofern man sein Smartphone dabei hat. Auf meinem Android benutze ich „Opiekey“, welches reibungslos mit dem auf Ubuntu installierten Opie-Servern zusammen arbeitet.

Man braucht zuerst auf dem Server, auf den man zugreifen will zwei Applikationen die man mittels:

sudo apt-get install opie-server opie-client

installiert. Nun generiert man erstmalig ein gültiges Opie-Passwort und versieht es mit einer Passphrase (achtet darauf eine möglichst sichere zu wählen!):

opiepasswd -c

Mehr lesen →

HowTo: ISO Image in Ubuntu mounten

Gmount-iso GUI
Gmount-iso GUI

Ein ISO unter Ubuntu zu mounten ist ja wirklich schnell und einfach gemacht. Rauf auf die Konsole und schnell per mount -o loop -t iso9660 nameder.iso /Mountpunkt eingeben und schon kann es losgehen.

Es soll allerdings Leute geben die das Terminal meiden, wie der Teufel das Weihwasser, auch diesen kann geholfen werden. Es gibt für diesen Zweck wirklich viele GUIs die nicht anderes tun als im Hintergrund eben diesen Befehl auszuführen, eine davon ist Gmount-iso. Ich mag es deshalb, weil es ohne jeglichen Schnickschnack auskommt und wirklich selbsterklärend ist, selbst Windows-Umsteiger können Gmount-iso nutzen! 😉

Gmount-iso ist in den Quellen enthalten und kann mit: sudo apt-get install gmountiso installiert werden. Wer aptitude bevorzugt, nutzt einfach das. Im neuen Ubuntu Software Center findet man Gmount-iso auch, einfach mal gmount in die Suche eingeben und man musste die Konsole nie sehen.

Die Nutzung des Programmes ist wirklich simpel: ISO Datei auswählen -> Mountpunkt auswählen (also das Verzeichnis) -> mount drücken. Das war es schon. Mit „Jump to“ wird der Ordner direkt geöffnet und „umount“ macht genau das, was es sagt.