Nochmal Fussball WM 2006 und Datenschutz

Spiegel.online hat erneut einen Artikel zum Thema Datenerhebung zur Fussball WM 2006 ver?ffentlicht, in welchem unser Innenminister eben diese Datenerhebung rechtfertigt.

Ich sehe es weiterhin als kritisch an Daten zu erheben, die meiner Meinung nach, f?r ein Fussballspiel vollig irrelevant sind. Jedoch scheint diese Datensammlung ganz andere Ziele zu verfolgen, von dem monet?ren Aspekt einmal abgesehen.

Dass die Besucherdaten vielleicht trotzdem den Weg in Polizeicomputer nehmen k?nnten, wollte Kautz allerdings nicht ausschlie?en. Sollte eine Straftat zu verhindern oder eine Gefahr f?r die ?ffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren sein, k?nnten die vom DFB erhobenen Personendaten der Polizei ?bermittelt werden. Dies erlaube das Bundesdatenschutzgesetz (Paragraf 28 Absatz 3 Ziffer 2). Dar?ber hinaus seien weitere Erhebungsbefugnisse g?ltig, wie Paragraf 163 der Strafprozessordnung und die Gefahrenabwehrvorschriften der L?nderpolizeien.

F?r mich klingt sowas recht eindeutig.

Irgendeine Straftat kann man immer verhindern und die Gefahr f?r die ?ffentliche Sicherheit hat doch einen Namen: Terrorismus.
Fehlt eigentlich nur noch, dass den Fans, kurz vor der WM, beigebracht wird, dass sie eine Speichelprobe f?r einen genetischen Fingerabdruck abzugeben haben. Es k?nnte ja w?hrend der WM eine Straftat geschehen, welche sich auf diesem Weg schneller und unkomplizierter l?sen l?sst. Man stelle sich einfach vor, um wieviel gr?sser die Datenbank der Polizei, nach der WM, sein k?nnte, steigert das nicht ebenfalls, in einem grossen Umfang, die M?glichkeit auch nach der WM Straft?ter anhand DNA Analysen zu ?berf?hren, wenn auch nur passiv? Das alles ist m?glich indem jeder auf ein wenig seiner Intimit?t verzichtet, wir sind doch ohnehin schon gl?sern genug, da macht das ja eigentlich gar nichts mehr aus.

Die USA machen uns solche Spielchen doch vor, seit es das Homeland Security B?ro, den Patriot Act und was noch alles, gibt ist doch Vieles soviel besser geworden, warum sollten wir nicht auch auf Datenschutz und Pers?nlichkeitsrechte verzichten, im Zeichen der Sicherheit und Terrorbek?mpfung?

Was die USA vormachen kann ja nicht falsch sein…