{"id":1175,"date":"2009-10-08T16:18:56","date_gmt":"2009-10-08T14:18:56","guid":{"rendered":"https:\/\/nodch.de\/?p=1175"},"modified":"2011-04-29T14:33:23","modified_gmt":"2011-04-29T12:33:23","slug":"mailst-du-noch-oder-wavest-du-schon-google-wave-zwischenfazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nodch.de\/?p=1175","title":{"rendered":"Mailst du noch oder Wavest du schon &#8211; Google Wave Zwischenfazit"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1176\" aria-describedby=\"caption-attachment-1176\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1176\" title=\"wave1\" src=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave1-300x183.png\" alt=\"Google Wave: Public Waves\" width=\"300\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave1-300x183.png 300w, https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave1-1024x624.png 1024w, https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave1.png 1680w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1176\" class=\"wp-caption-text\">Google Wave: Public Waves<\/figcaption><\/figure>\n<p>Google Wave betrat zum 30. September (1. Oktober, je nach Zeitzone) die internationale B\u00fchne und stiess einen Hype los, wie man ihn selten gesehen hat. Jeder wollte eine der sagenumwobenen Einladungen ergattern, denn Google l\u00e4sst vorerst nur rund 100000 Benutzer f\u00fcr das System zu, jeder von ihnen muss eine Einladung vorweisen k\u00f6nnen, ansonsten bleibt ihm der Zugang verw\u00e4hrt. Eingeladene Benutzer k\u00f6nnen bis zu 8 Leute f\u00fcr die Nutzung von Google Wave nominieren, die Freischaltung dieser Nominierten obliegt wiederum Google. Man konnte vernehmen dass die ersten Nominierten bereits freigeschaltet wurden.<\/p>\n<p>Mittlerweile finden sich im Netz gen\u00fcgend Berichte \u00fcber <a title=\"Google Wave\" href=\"http:\/\/wave.google.com\" target=\"_blank\">Google Wave<\/a>, von Leuten die es wirklich getestet haben, aber auch andere von\u00a0 Autoren, die aufgrund der Beschreibung des Systems und den Erfahrungsberichten anderer, eine Meinung verfasst haben. Unterschiedlicher k\u00f6nnten die Berichte nicht sein, wie das nun immer so ist, wenn Menschen etwas testen. Dem einen gef\u00e4llt es, dem anderen nicht.<\/p>\n<p>Nach ein paar Tagen Google Wave Einsatz will auch ich nicht zur\u00fcckstehen und meine subjektive Meinung zu Google Wave kund tun.<\/p>\n<p>Fangen wir aber am Anfang an. Was hat man zuvor von Google Wave erfahren k\u00f6nnen? Es wurde als Kommunikationsdienst\/Kommunikationstool vorgestellt, dass das veraltete Herangehen der E-Mail an die heutige Zeit anpassen sollte. Dazu gab es ein Video von Google mit viel Szenenapplaus f\u00fcr die rudiment\u00e4rsten Funktionen, schon ein bisschen Sitcom like.<\/p>\n<p>Zuvor war Google Wave in einer Developer Version von wenigen Auserw\u00e4hlten zum Testen freigegeben und startete nun in die Preview Version, quasi eine &#8222;zwischen Alpha und Beta&#8220; Testphase. Prim\u00e4res Ziel von Google: Zuverl\u00e4ssigkeit der Systeme testen, Systemanforderungen \u00fcberpr\u00fcfen, Skalierung und und und.<\/p>\n<p>Nun gut, all diese Dinge im Hinterkopf und viele Berichte, die ich mir in der Zwischenzeit angelesen hatte, sp\u00e4ter, kann es nun also losgehen.<\/p>\n<p><!--more-->Einen Google Account habe ich schon, so kann ich Wave direkt mit meinem Account verkn\u00fcpfen. Wer keinen Account hat, wird nach Aufruf seines Einladelinks aufgefordert ein Konto zu erstellen. Ohne Google Konto, kein Google Wave, man treibt seine Dienste geschickt an die Kunden, aber gibt es noch Internetnutzer ohne Google Konto? Hat man sein Konto verkn\u00fcpft, bzw. erstellt, bekommt man eine brandneue @googlewave.com Adresse, die man ausschliesslich hierf\u00fcr nutzen kann. Eine Kommunikation zwischen Wave und &#8222;herk\u00f6mmlicher&#8220; E-Mail ist nicht m\u00f6glich, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird dies sicherlich ein erkl\u00e4rtes Ziel von Google sein, gerade in Zeiten der Mashups, die man \u00fcberall findet. Um Wave als E-Mail Ersatz zu etablieren wird man auch mit diesem kommunizieren k\u00f6nnen m\u00fcssen, ohne all die Wave Funktionen, jedoch als zentrale Kommunikationsplattform der Wave Benutzer, will man diese im System gebunden sehen.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Einloggen sieht alles noch sch\u00f6n \u00fcbersichtlich aus (leider hab ich zu diesem Zeitpunkt keinen Screenshot gemacht ;)), man wird mit einer nahezu leeren Inbox begr\u00fcsst, nur ein paar Waves von Google befinden sich hier. Tipps f\u00fcr den ersten Einstieg kann man in diesen Waves finden, bzw. neue Leute zu Google Wave einladen, sollte man nicht einen &#8222;Nominiertenaccount&#8220; haben, diese haben keine Einladungswave.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1177\" aria-describedby=\"caption-attachment-1177\" style=\"width: 291px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1177\" title=\"wave2\" src=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave2-291x300.png\" alt=\"Google Wave: Suche nach deutschen Waves\" width=\"291\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave2-291x300.png 291w, https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave2.png 929w\" sizes=\"auto, (max-width: 291px) 100vw, 291px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1177\" class=\"wp-caption-text\">Google Wave: Suche nach deutschen Waves<\/figcaption><\/figure>\n<p>Links findet man seine Ordner, gef\u00fcllt mit den \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen: Inbox, und Trash, aber auch Spam befinden sich hier schon. Im sp\u00e4teren Verlauf werden sich hier weitere Ordner und die Suchen finden, die man selbst angelegt hat. Das passiert recht schnell. Gerade w\u00e4hrend der aktuellen Previewphase greift man auf die Suche, da man keine, oder nur sehr wenige\u00a0 Kontakte zu Beginn hat und somit schlecht testen kann. Mittels einer Sucheingabe von &#8222;with:public&#8220; bekommt man alle \u00f6ffentlichen Waves angezeigt und wird vom permanenten Platzwechsel der Waves schnell \u00fcberfordert sein, denn jede Wave in der etwas ver\u00e4ndert wurde, wandert wieder an die erste Position der \u00f6ffentlichen Suchergebnisse. Man kann seine Suche verfeinern und gezielter nach Waves suchen, die dem eigenen Interesse nahe kommen. Eine Suche mit &#8222;with:public german&#8220; gr\u00fcsst uns mit den ersten Waves in deutscher Sprache. Aufgrund der mangelnden Benutzerzahlen sind diese noch recht arm in ihrer Anzahl, was man im finalen Betrieb sicherlich anders vorfinden wird.<\/p>\n<p>Alle Waves liegen auf den Google Servern. Die Struktur birgt Vorteile gegen\u00fcber dem gew\u00f6hnlichen E-Mail Verkehr. Mails die an mehrere Adressaten gerichtet sind, erreichen diese auch immer. Man ist nicht darauf angewiesen dass jeder Teilnehmer daran denkt auf &#8222;An alle Antworten&#8220; zu dr\u00fccken, damit der Gespr\u00e4chsfluss nicht abreisst. Anh\u00e4nge gehen nicht verloren. Neue Adressaten hinzuzuf\u00fcgen ist nun auch ein Leichtes, denn diese k\u00f6nnen sich mittels Playback, einer Art Aufnahmefunktion der Entwicklung der Wave, \u00fcber die bisherigen Eintr\u00e4ge Schritt f\u00fcr Schritt informieren. Gerade in umfangreicheren Waves mit vielen Teilnehmern und Eintr\u00e4gen ist dies das einzige Mittel um halbwegsden \u00dcberblick zu behalten. In Zukunft soll Wave soweit freigegeben werden dass man sich die Software auf den eigenen Server installieren kann, gerade f\u00fcr den Unternehmenseinsatz unerl\u00e4sslich, wer legt schon gerne seine Unternehmensdaten in Googles H\u00e4nde. Hier bleibt nur der Weg \u00fcber Server, die unter der eigenen Kontrolle stehen.<\/p>\n<p>Ab hier wird es dann auch interessant mit der Performance, die aktuell, gerade bei den sehr grossen Waves, nicht gerade berauschend daher kommt. Stellenweise bauen diese Waves so langsam auf, dass man denkt der Browser w\u00e4re abgest\u00fcrzt. Man muss allerdings dazu sagen dass in solchen Waves stellenweise die volle Funktionspalette von Wave getestet wird und mehrere Bilder, Gadgets und Robots die Wave verlangsamen, in einer normalen Konversation, wie man sie sich in Zukunft mit Wave gestalten wird, sieht das sicherlich anders aus. Da werden sich Waves mit Bildern finden, andere werden als Einladungen gebraucht werden und eine kurze Umfrage zur Teilnahme, sowie eine Google Maps Karte mit dem Veranstaltungsort beinhalten, eventuell sogar noch die Wettervorhersage f\u00fcr den Zeitpunkt der Veranstaltung. Ob Waves diesen Umfang \u00fcberschreiten werden, wird man sehen. Die Teilnehmerzahl pro Wave wird sicherlich in einem Rahmen zwischen 2 und 10 Mitgliedern liegen, hier zeigt sich auch noch kein Performanceproblem in der Preview. Die Echtzeitanzeige der Verschreiber des Gegen\u00fcbers w\u00fcrde ich mich allerdings als eine optionale Funktion w\u00fcnschen, denn das kostet Performance und Ansehen! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht in Waves zu behalten, die nur zwischen ein paar Teilnehmern gef\u00fchrt werden und \u00e4hnlich der E-Mail Kommunikation ablaufen, ist kein Kunstst\u00fcck. Die \u00dcbersicht \u00fcber die eigene Inbox zu behalten allerdings schon, hier sollte man fr\u00fchzeitig eigene Ordner anlegen und sich selbst organisieren, IMAP Nutzer kennen das ja schon. Dank des All Ordners ist man schnell in einer Ansicht in der man alle Waves sieht die sich ver\u00e4ndert haben. Eine Filterfunktion fehlt bisher, Waves landen immer in der Inbox, aus dieser heraus muss man sie selbst verschieben. Sicher wird eine solche Funktion in Zukunft implementiert werden, ist sie doch Usus im Kommunikationsverkehr.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1178\" aria-describedby=\"caption-attachment-1178\" style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1178\" title=\"wave3\" src=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave3-241x300.png\" alt=\"Blogger Wave mit Google Maps Gadget\" width=\"241\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave3-241x300.png 241w, https:\/\/nodch.de\/wp-content\/uploads\/wave3.png 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1178\" class=\"wp-caption-text\">Blogger Wave mit Google Maps Gadget<\/figcaption><\/figure>\n<p>Interessant sind die Gadgets und vor allem die Robots, die man zum einen in Waves einbinden , oder daran teilnehmen lassen kann. Robots werden als Teilnehmer behandelt und finden sich im eigenen Adressbuch wieder, nachdem man sie hinzugef\u00fcgt hat. Jeder Robot hat eine eigene Wave E-Mail Adresse und kann \u00fcber diese hinzugef\u00fcgt werden. Wie man an die Robots kommt habe ich schon im Beitrag <a title=\"Howto Google Wave Robot Tweety\" href=\"https:\/\/nodch.de\/howto-google-wave-und-die-robots\/1163\" target=\"_blank\">HowTo: Google Wave und die Robots<\/a> beschrieben. Allgemein w\u00fcnscht man sich eine bessere Dokumentation der Wave Funktionen, hier gibt es so viel, was man sich m\u00fchsam zusammenlesen muss, wahrscheinlich aber auch eine Begleiterscheinung der Preview. Waves wie &#8222;Wave FAQ&#8220; helfen hier aus. In der Suche nach &#8222;with:public Wave FAQ&#8220; suchen! Zur\u00fcck zu den Robots, diese gibt es f\u00fcr die unterschiedlichsten Anwendungsf\u00e4lle, ob sie nun dazu da sind Zeichenkombinationen in Smilies umzuwandeln, eine Schnittstelle zu Twitter bieten, RSS Feeds in eine Wave einlesen oder den Benutzer per IM Benachrichtigung \u00fcber \u00c4nderungen in einer Wave hinzuweisen, die M\u00f6glichkeiten sind schon jetzt beinahe unendlich. Robots kann man Waves mit mehreren Teilnehmern zuf\u00fcgen und hat somit die M\u00f6glichkeit, wie im Falle von Tweety dem Twitter Robot, einen Account von mehreren Benutzern f\u00fcllen zu lassen. Ideal wenn man f\u00fcr die Webseite einen Twitteraccount betreibt und diesen bef\u00fcllen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ich denke als ersten Einblick sollte das reichen, man k\u00f6nnte \u00fcber Wave allerdings noch viel mehr schreiben. Gerade \u00fcber die potenziellen Anwendungsgebiete f\u00fcr die Wave passend sein k\u00f6nnte. Die Zukunft wird zeigen wohin der Weg von Wave geht und wer im ersten Schritt Wave nutzen wird. Google selbst hat eine Plattform zur Verf\u00fcgung gestellt, mit der man in viele Bereichen gut arbeiten kann, prim\u00e4r heisst es nun Anwender zu finden und damit sind nicht reine Benutzer gemeint, sondern Firmen die Wave in ihre Dienste integrieren und somit zur Verbreitung der Technik beitragen. Da Waves in Webseiten eingebunden werden k\u00f6nnen, sind die potenziellen M\u00f6glichkeiten gross, nur nutzen muss man sie noch.<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nliches erstes Fazit schwankt zwischen Ern\u00fcchterung und positiver Zukunftsprognose.<\/p>\n<p>Aktuell ist entweder nichts los, wenn man die eigenen Kontakte anschaut, oder zuviel los, sobald man sich in die Welt der \u00f6ffentlichen Waves gewagt hat und man ist schnell \u00fcberfordert. Klar gew\u00f6hnt sich der Mensch an vieles, aber man muss ihm zur Akzeptanz des Neuen Br\u00fccke bauen. Bei Wave besteht die Gefahr dass der Schritt zu gross wird. Menschen die sich schon heute viel im Netz und den verf\u00fcgbaren Medien herum treiben werden keine Probleme haben, die weniger erfahrenen Anwender, die gerade dazu in der Lage sind E-Mail zu versenden, werden mit Wave in der aktuellen Form nicht klar kommen. Sollten jedoch Anbieter Wave als Plattform f\u00fcr sich entdecken und dem Anwender eine, auf die Kommunikation zugeschnittene, Variante von Wave zur Verf\u00fcgung stellen, kann die Hemmschwelle soweit gesenkt werde dass jeder damit klar kommt.<\/p>\n<p><strong>Die M\u00f6glichkeiten sind beinahe unersch\u00f6pflich, die Gefahr des Scheiterns, aufgrund von Informations- und Funktions\u00fcberfluss, ist jedoch sehr gross.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Google Wave betrat zum 30. September (1. Oktober, je nach Zeitzone) die internationale B\u00fchne und stiess einen Hype los, wie man ihn selten gesehen hat. 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